LNG-Terminal Stade – Energieversorgung im Wandel
Energos Force - ein Schiff ungenutzt am Hafen Stader Sand
Im Industriehafen Stade-Bützfleth am Stader Sand entsteht ein LNG-Terminal als Teil der deutschen Energieversorgung. Das Projekt wurde nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine beschlossen, um Deutschland unabhängiger von russischen Erdgaslieferungen zu machen. Ziel war es, mögliche Energieengpässe zu verhindern und alternative Gaslieferungen zu ermöglichen.
Was bedeutet LNG?
LNG steht für „Liquefied Natural Gas“, auf Deutsch: verflüssigtes Erdgas. Dabei wird Erdgas auf etwa minus 163 Grad Celsius heruntergekühlt. Durch diese starke Kühlung wird das Gas flüssig und benötigt deutlich weniger Volumen als im gasförmigen Zustand. Dadurch kann es einfacher und effizienter mit Spezialschiffen transportiert werden.
An den LNG-Terminals wird das flüssige Gas wieder erwärmt und in den gasförmigen Zustand zurückgeführt. Dieser Vorgang heißt Regasifizierung. Dabei entstehen dauerhaft hörbare Betriebsgeräusche, über die sich Anwohner an mehreren Standorten beschweren – unter anderem in Stade und Wilhelmshaven.
LNG-Terminals in Deutschland
Neben Stade sind bereits LNG-Terminals in Wilhelmshaven und auf der Insel Rügen in Mukran in Betrieb. Über neue Leitungen wird das Gas in das deutsche Gasnetz eingespeist. Die Leistungen auf Rügen verlaufen nahe bestehender Erdgastrassen, die früher und wohl auch heute noch russisches Gas nach Deutschland transportierten.
Die „Energos Force“
Kernstück des LNG-Projekts in Stade ist die schwimmende Regasifizierungsanlage „Energos Force“. Das Spezialschiff lag zeitweise über ein Jahr nahezu ungenutzt im Hafen am Stader Sand, obwohl hohe Charter- und Betriebskosten entstanden. Später verließ das Schiff Stade und nahm Kurs Richtung Gibraltar. Aktuell wird über einen zeitweisen Einsatz im Ausland berichtet.
Die „Energos Force“ soll künftig LNG annehmen, regasifizieren und in das deutsche Gasnetz einspeisen. Das Schiff besitzt eine Speicherkapazität von 174.000 Kubikmetern Flüssiggas.
Woher kommt das LNG?
Das LNG soll überwiegend aus Ländern wie den USA, Norwegen oder Katar geliefert werden. Besonders Lieferungen aus den USA spielen seit dem Wegfall russischer Gasimporte eine wichtige Rolle. Das Gas wird per Tankschiff über den Atlantik transportiert und anschließend in deutsche Häfen gebracht.
Wofür wird LNG benötigt?
Erdgas wird in vielen Bereichen verwendet:
- zur Strom- und Wärmeerzeugung
- für Industrieanlagen und Chemiebetriebe
- zum Heizen von Gebäuden
- als Übergangstechnologie während der Energiewende
Viele Unternehmen sehen LNG als zeitlich begrenzte Lösung, bis klimafreundlichere Energieträger verfügbar sind.
Zukunft: Wasserstoff (H₂)
Langfristig soll Erdgas zunehmend durch Wasserstoff ersetzt werden. Wasserstoff gilt als wichtiger Energieträger der Zukunft, besonders für Industrie, Schwerlastverkehr und Energieversorgung.
Herstellung von Wasserstoff
Wasserstoff kann mithilfe von Elektrolyseuren hergestellt werden. Dabei wird Wasser durch elektrischen Strom in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten. Stammt der Strom aus Wind- oder Solarenergie, spricht man von „grünem Wasserstoff“.
Woher soll Wasserstoff künftig kommen?
Deutschland plant sowohl eigene Produktion als auch Importe aus sonnen- und windreichen Ländern. Als wettbewerbsfähig gelten unter anderem:
- Norwegen
- Kanada
- Australien
- Spanien
- Saudi-Arabien
- Namibia
Besonders Küstenregionen und Industriegebiete wie Stade, Wilhelmshaven oder Brunsbüttel gelten als mögliche Standorte für große Elektrolyseure und Wasserstoff-Terminals.
Einsatzbereiche von Wasserstoff
Wasserstoff soll künftig vor allem dort eingesetzt werden, wo Strom allein nicht ausreicht:
- Stahl- und Chemieindustrie
- Schwerlastverkehr
- Schifffahrt
- Luftfahrt
- Energiespeicherung
- Kraftwerke zur Stromversorgung
Viele LNG-Standorte sollen später teilweise auf Wasserstoff oder wasserstoffbasierte Energieträger umgestellt werden. Damit gelten die heutigen LNG-Terminals für viele Betreiber als Teil einer zukünftigen Wasserstoff-Infrastruktur.
Erstellt mit ChatGPT nach Prompt von S. Romund 15.5.2026
